Wir sollten uns also die Frage stellen welche Erfolgsfaktoren müssen berücksichtigt werden, dass beide Partner als Gewinner aus dem Prozess der Gesundheitsförderung hervorgehen.

Hier die 9 wichtigsten Erfolgsfaktoren in der betrieblichen Gesundheitsförderung, wie wir Sie in unserem Programm anwenden.

1. Partizipation: Beteiligung der Mitarbeiter von Anfang an

Gesundheitsförderung ist ein Angebot des Unternehmens für die Arbeitnehmer und muss auch gemeinsam mit den Arbeitnehmern gestaltet werden. Nur durch eine Beteiligung von Anfang an ist eine hohe Akzeptanz der durchgeführten Massnahmen zu erwarten.

2. Berücksichtigung der betrieblichen Belange

Das Unternehmen trägt die Kosten der betrieblichen Gesundheitsförderung und deshalb muss klar sein, dass Gesundheitsförderung über die gesetzlichen Vorschriften hinaus dort seine Grenzen hat wo betriebliche Belange zu stark beeinträchtigt werden. Wer dies nicht berücksichtigt braucht nicht auf langfristige Unterstützung/ Finanzierung der BGF durch das Unternehmen hoffen.

3. Hauptproblemorientierung (bedarfsgerechte Gesundheitsförderung)

Massnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sind dann effektiv, wenn Sie möglichst viele Mitarbeiter erreichen und ein gesundheitliches Problem mit hoher Relevanz betreffen. Ein Berater der BGM Experts Group bearbeitet zuerst die bestehenden Hauptprobleme (Bewegung, Rücken, Ernährung, Stress, psychosoziale Gesundheit).

4. Nachhaltigkeit durch Multiplikatorwirkung

Gesundheitsförderung wird dann sehr teuer, wenn sich das Unternehmen darauf beschränkt selbst Angebote zu machen, die es in dieser Form auch am freien Markt gibt. So haben viele Unternehmen festgestellt, dass die alleinige Bereitstellung eines Firmenfitnessstudios z.B. den prozentualen Anteil der bewegungsaktiven Mitarbeiter nur unmassgeblich erhöht. Viel sinnvoller ist es Mitarbeiter zu motivieren, heranzuführen und dann mit bestehenden (externen) Angeboten zu vernetzen.

5. Kombination aus Verhaltens- und Verhältnisprävention

Eine ganzheitliche Gesundheitsförderung beschäftigt sich immer mit beiden Aspekten. Stellen Sie sich immer die Frage was getan werden kann um sowohl das Verhalten der Mitarbeiter als auch die Arbeitsbedingungen gesünder zu gestalten.

6. Freiwilligkeit

Verbote und Zwang bringen im Bereich Gesundheitsförderung meist nichts. Wird in der Kantine nur noch Körnerkost angeboten gehen die Mitarbeiter zur Imbissbude gegenüber. Druck erzeugt Gegendruck und "jetzt erst recht"- Reaktionen.

7. Datenschutz

Der Umgang mit Gesundheitsinformationen bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Es ist sicherzustellen, dass keine personenbezogenen Daten ohne Einverständnis des Mitarbeiters im Rahmen der Gesundheitsförderung  (z.B. die Messdaten vom Gesundheits-Check-up mit dem CRS-System) be- oder verarbeitet werden. Im besonderen darf der Arbeitgeber keinen Zugriff darauf erhalten. Hier hat ein externer Fachmann einen deutlichen Vertrauensvorteil als Moderator und Vermittler.

8. Innovative Kommunikation

Stell Dir vor es ist Gesundheitsförderung und keiner geht hin! - Denken Sie immer an diesen Satz. Gesundheitsförderung bedeutet nur zu 50 % Angebote zu machen oder betriebliche Veränderungen vorzunehmen. Die Hälfte der Arbeit ist die eigentliche Herausforderung. Die Mitarbeiter zu bewegen an den Massnahmen teilzunehmen und die Veränderungen mitzutragen. Oft reicht ein einfacher Textaushang nicht. Verwenden Sie hier Stilmittel der Werbung: Bild, Emotionen und Bedürfnisse.

9. Niedrige Einstiegshürden

Für alle Massnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gilt der Grundsatz der niedrigen Einstiegshürde: Wer Menschen für Neues gewinnen will muss deren Schwellenängste berücksichtigen und darf die Latte nicht zu hoch legen. Nur so überwinden Mitarbeiter eventuelle Bedenken und gehen den entscheidenden Schritt.

Hinterfragen Sie jede geplante Massnahme mit Blick auf diese 9 Erfolgsfaktoren, dann erreichen Sie sicher Ihr Ziel: Motivierte und gesündere Mitarbeiter für ein erfolgreiches und leistungsfähiges Unternehmen.